Mathias Schäfer bei einem Vortrag in schwarzem Hemd, gebärdend, mit ernster Miene und grauem Vollbart.

Mathias Schäfer

Dolmetscher für Deutsch und Deutsche Gebärdensprache - Yomma GmbH

Mathias Schäfer (*1977) ist ein tauber Dolmetscher für Deutsch und
Deutsche Gebärdensprache, Gebärdensprachdozent, Gebärdensprach-Buchvorleser, Schauspieler, Theaterregisseur und Gesellschafter der
yomma GmbH aus Berlin.

Er gehörte zur ersten Generation von Gebärdensprachdozenten und unterrichtet seit 1997. Später gründeten Mathias Schäfer und Peter Schick die erste reine Gebärdensprachschule in Deutschland „Visual Hands“. In dieser Zeit begann Mathias auch, Deutschunterricht für hörgeschädigte Menschen zu erteilen.

Seit 2003 führt er regelmäßig Buchvorlesungen in Deutscher Gebärdensprache durch. 2013 gründete er zusammen mit seinem Partner die Firma „yomma“, und seitdem ist er Gesellschafter der yomma GmbH. Aktuell ist er hauptberuflich als Dolmetscher und Übersetzer für die yomma GmbH tätig.

Zwischen Sprache und Poesie: DSG-Übersetzung, Deaf Performance und Visual Vernacular im Vergleich

Der Vortrag beleuchtet drei Formen visueller Umsetzung für Taube Besucher*innen: die adaptive Übersetzung in Deutsche Gebärdensprache (DGS), die Deaf Performance und das performativ-poetische Format Visual Vernacular. In der hörenden Fachwelt herrscht Verwirrung über diese Begriffe. Anhand kurzer Filmsequenzen zeige ich, worin sie sich unterscheiden und wie sprachliche Inhalte, Musik und akustische Atmosphären in Gebärdenraum, Körper und Mimik übertragbar sind. Abschließend skizziere ich, wie ihre Kombination echte Barrierefreiheit und künstlerische Vielfalt ermöglicht. Wie zum Beispiel: Adaptive DGS-Übersetzungen für Objekttexte, Wandtafeln und Audioguides; Deaf Performances zur Visualisierung von Musik- und Klanginstallationen; Visual Vernacular als poetische Erzählform im Ausstellungsraum. Der Beitrag richtet sich an Museumsfachleute, Ausstellungsmacher*innen und Networker*innen und bietet Kriterien zur Auswahl der passenden Methode.

Foto © Mirko Scheit

02. Oktober

Barrierefrei erzählen:

Inklusive Formate im Fokus